Gmail-Passwort Zugangsdaten gestohlen
Passend zu meinem letzten Beitrag wurde gerade wieder einmal ein Daten-Leck erkannt.
Wer Gmail nutzt sollte sein Passwort ändern!
Email-Adresse prüfen! - Passwörter geklaut?
Man sollte regelmäßig prüfen, ob die eigene E-Mail-Adresse von einem bekannten Dateneinbruch eines Online-Anbieters betroffen ist. Datenlecks passieren häufiger, als man denkt - oft, ohne dass Nutzer aktiv darüber informiert werden. Über spezialisierte Webseiten lässt sich schnell feststellen, ob Zugangsdaten wie E-Mail-Adressen oder Passwörter kompromittiert wurden.
Wird ein Treffer angezeigt, sollte umgehend das Passwort geändert und - falls möglich - die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert werden. Diese einfache Kontrolle kann helfen, Identitätsdiebstahl, Account-Übernahmen und weiteren Schaden effektiv zu verhindern.
Manchmal werden bei einem Datenleck "nur" persönliche Informationen wie Wohnort, Straße oder Telefonnummer entwendet, nicht jedoch Passwörter. Das ist zwar ärgerlich, erfordert aber meist keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Es können jedoch auch sehr private oder sensible Daten betroffen sein. In solchen Fällen sollte geprüft werden, ob weitere Maßnahmen notwendig sind. Es gibt Online-Dienste die bieten eine Sicherheitsprüfung über Fragen bei der Anmeldung an (z.B. Ihre erstes Haustier). Sollten solche Daten gehackt sein können diese auch zu einem Problem werden. Wenn nötig sollten diese Sicherheitsantworten bei anderen Webseiten auch geändert werden.
Hier einige Webseiten, die eine entsprechende Prüfung anbieten:
https://sec.hpi.de/ilc/search?lang=de (Ergebnis kommt als Email)
https://leakchecker.uni-bonn.de/de/index (Ergebnis kommt als Email)
https://www.experte.de/email-check
https://breachdetective.com/
(Anmeldung erforderlich, kostenloses Konto möglich – am besten mit einer separaten E-Mail-Adresse.)
Es ist sinnvoll, mehrere dieser Dienste direkt nacheinander zu nutzen. Jeder Anbieter greift auf seinen eigenen Datenbestand zu.
Je nach Anbieter erhält man detaillierte Informationen darüber, welche Daten betroffen sind. Unabhängig davon sollte man beim jeweiligen Dienst sofort das Passwort ändern. Wer zu den Menschen gehört, die ein Passwort mehrfach verwenden (was natürlich eigentlich niemand tut 😉), sollte konsequenterweise auch alle anderen betroffenen Zugänge absichern.
Sicherheits-Hinweis: Bei keiner Webseite die eine Prüfung anbietet wird ein Passwort zusammen mit der Email-Adresse abgefragt.
Es gibt außerdem eine weitere Möglichkeit, die Sicherheit eigener Passwörter zu überprüfen: Wurde ein Passwort bereits in bekannten Leaks gefunden?
Auf der Seite
https://www.gdata.de/passwort-check
kann geprüft werden, ob ein Passwort in einem bekannten Datenleck enthalten ist. Das Ergebnis sagt jedoch nichts über ein konkretes individuelles Sicherheitsrisiko aus. Gerade bei einfachen oder häufig genutzten Passwörtern gilt: Was leicht zu erraten ist, können auch andere verwenden. Entsprechend existieren Listen mit den beliebtesten Passwörtern - an der Spitze steht fast immer "123456".
Die Befehle sfc /scannow und verschiedene DISM-Varianten (z. B. DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth) werden häufig als pauschale Problemlöser oder zur Optimierung empfohlen. Diese Tipps tauchen immer wieder in Foren und Kommentaren auf - sind aber nicht immer sinnvoll.
Wenn ein Windows-System keine Probleme zeigt, sollte man diese Befehle nicht routinemäßig ausführen. In diesem Fall gilt für die Reparatur-Befehle ganz klar: Unnötig!
Gegen eine gelegentliche Prüfung mit
DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
spricht allerdings nichts, da dieser Befehl nur prüft und nichts verändert oder repariert.
Diese Werkzeuge sind Diagnose- und Reparaturtools und sollten nur bei konkretem Anlass eingesetzt werden.
Typische Anlässe sind zum Beispiel:
Windows-Updates schlagen wiederholt fehl
Das System verhält sich instabil ohne erkennbare Ursache
Updates wurden abgebrochen (z. B. durch Neustart oder Stromausfall)
Systemfunktionen reagieren fehlerhaft
Der Computer stürzt öfter ab.
Wenn es einen Anlass gibt, sollte man immer in dieser Reihenfolge vorgehen:
DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
(prüft den Zustand)
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
(repariert erkannte Schäden)
sfc /scannow
(überprüft und repariert Windows-Systemdateien)
Als erster Schritt (bei Problemen oder gelegentlich zur Kontrolle):
DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
DISM (Deployment Image Servicing and Management) prüft hierbei nicht einzelne Dateien, sondern den Windows-Komponentenspeicher (WinSxS) - also die Basis, aus der Windows sich selbst repariert.
Das Ergebnis ist übersichtlich und eindeutig:
Keine Beschädigungen erkannt
Beschädigungen erkannt - reparierbar
Beschädigungen erkannt - nicht reparierbar
Werden Probleme gemeldet, folgt Schritt 2:
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
War dieser Schritt notwendig, sollte man abschließend immer noch ausführen:
sfc /scannow
So wird sichergestellt, dass auch die Windows-Systemdateien wieder korrekt hergestellt werden.
Diese Tools prüfen ausschließlich Windows selbst - keine Programme von Drittanbietern.
Probleme mit Anwendungen oder Spielen lassen sich damit nicht zwangsläufig beheben.
Es kann also durchaus sein dass der Fehler nicht behoben wird.
Während der Ausführung gibt DISM lange Zeit keine sichtbaren Fortschrittsmeldungen aus. Besonders typisch ist:
Anzeige bleibt minutenlang bei 20 %, 40 % oder 62,3 %
Kein Text, kein neuer Prozentwert
Fenster reagiert aber noch
Immer wieder hört man den Tipp, man solle seinen Windows-Computer durch das Defragmentieren der Festplatte(n) wieder schneller machen. Dieser Ratschlag hält sich erstaunlich hartnäckig - ist aber heute nur noch sehr eingeschränkt richtig.
Um es kurz zu machen:
Im Großen und Ganzen ist das ein sinnloser Tipp.
Jetzt die lange Fassung.
Moderne Computer verwenden in der Regel SSDs (Solid State Drives). Diese besitzen keine beweglichen Teile und profitieren nicht von einer klassischen Defragmentierung. Im Gegenteil: Unnötige Schreibvorgänge können die Lebensdauer sogar verkürzen.
Windows 10 und Windows 11 führen die notwendige Laufwerksoptimierung automatisch im Hintergrund durch.
Bei SSDs geschieht das über sogenannte TRIM-Befehle, bei klassischen HDDs gegebenenfalls über eine Defragmentierung. Manuelles Eingreifen ist normalerweise nicht erforderlich.
Das entsprechende Windows-Werkzeug lässt sich manuell starten über:
Windows-Taste + R → dfrgui
Danach erscheint eine Übersicht aller erkannten Laufwerke inklusive Statusanzeige. Diese zeigt:
ob Handlungsbedarf besteht
wann die letzte Optimierung durchgeführt wurde
Steht dort "OK", gibt es keinen Grund, weiter aktiv zu werden - und genau das ist in den meisten Fällen der Fall.
Bevor man auf "Optimieren" klickt, kann man zunächst "Analysieren" wählen.
Dabei prüft Windows den Zustand des Laufwerks und aktualisiert den Status. Auch hier lautet das Ergebnis in der Regel wieder: OK.
Unter Windows 10 und Windows 11 ist das manuelle Defragmentieren für die meisten Nutzer überflüssig. Das Betriebssystem erledigt die nötigen Aufgaben automatisch und angepasst an den jeweiligen Laufwerkstyp. Wer regelmäßig manuell optimiert, gewinnt in der Praxis meist keinen messbaren Vorteil.
Und jetzt noch zwei Ergänzungen:
Eine Besonderheit stellen externe Festplatten dar, die nur gelegentlich mit dem Computer verbunden werden - etwa für Backups oder zur Archivierung von Daten.
Solche Laufwerke werden von der automatischen Wartung von Windows nur dann optimiert, wenn sie angeschlossen sind. Sind sie über längere Zeit nicht verbunden, kann es vorkommen, dass eine geplante Optimierung schlicht ausfällt.
Das ist in der Praxis meist unproblematisch:
Externe SSDs sollten auch hier nicht manuell defragmentiert werden. Die automatische TRIM-Optimierung erfolgt beim nächsten Anschluss, sofern das Laufwerk dies unterstützt.
Externe HDDs können bei sehr vielen Schreib- und Löschvorgängen theoretisch fragmentieren. Eine gelegentliche manuelle Analyse über das Windows-Tool ist hier ausreichend.
Empfehlung:
Wird eine externe HDD regelmäßig genutzt und häufig beschrieben, kann man sie bei Bedarf manuell analysieren und optimieren. Für reine Backup- oder Archivlaufwerke ist selbst das meist nicht notwendig.
Prüfen der Einstellungen
Unten in dem Tool stehen die Einstellungen für die geplanten Optimierungen.
Checkliste:
Interne SSD (SATA oder NVMe)
- Nicht defragmentieren
- Windows-Optimierung (TRIM) aktiviert lassen
Interne HDD (klassische Festplatte)
- Automatische Optimierung durch Windows ausreichend
- Manuelles Defragmentieren nur selten nötig
Externe SSD
- Nicht defragmentieren
- Optimierung erfolgt beim Anschließen automatisch
Externe HDD (gelegentlich angeschlossen)
- Optional analysieren
- Nur optimieren, wenn Windows Handlungsbedarf meldet
Status im Tool „dfrgui“ = OK
- Nichts tun
„Optimieren“ ohne vorherige Analyse
- Nicht empfohlen
Shortcuts (Tastenkombinationen) zum schnellen Starten von Anwendungen
Ich bin ein großer Fan des Startmenüs von Windows. Damit habe ich immer schnellen Zugriff auf alle wichtigen Anwendungen, die ich im Laufe des Tages benötige – mit zwei Klicks am Ziel: Windows-Symbol und Anwendung.
Über Einstellungen (Personalisierung → Start) kann man sich die Ansicht noch etwas anpassen. Ich bevorzuge hier „Mehr angeheftete Elemente“. So findet jeder seinen besten Weg.
Jetzt habe ich aber etwas Neues, sehr Praktisches gefunden. Okay, neu ist es eigentlich nicht – aber entdeckt habe ich es erst jetzt. (Danke an das große Internet 😊)
Windows ermöglicht es, Verknüpfungen auf dem Desktop mit Shortcuts (Tastenkombinationen) zu versehen. Man kann also eine Tastenkombination direkt mit einer Anwendung verknüpfen und diese dann unmittelbar starten.
Drückt man jetzt eine Taste, wird diese automatisch mit „STRG + ALT +“ ergänzt.
Diese Auswahl bestätigt man anschließend mit „OK“. (Eventuell meckert Windows wegen fehlender Administratorrechte. In der Regel muss man das nur bestätigen. Sollte man diese Rechte nicht haben, muss man den zuständigen PC-Chef fragen 😀)
Ab dann kann man mit STRG + ALT + gewählter Taste die Anwendung direkt starten – in der Regel auch aus jeder anderen Anwendung heraus, außer die Tastenkombination ist bereits anderweitig vergeben.
Tipp zum schnellen
Druck einer Kopie eines letzten Ausdrucks.
Wenn du häufiger denselben Ausdruck benötigst, kannst du Windows so einstellen, dass du ein Dokument mit nur wenigen Klicks erneut drucken kannst. Das spart manchmal wirklich Zeit.
So geht's:
Druckspooler-Einstellungen öffnen
Öffne die Eigenschaften deines Druckers in Windows.
Standardverhalten ändern
Normalerweise werden Druckaufträge nach dem Drucken automatisch aus dem Druckspooler gelöscht. In den erweiterten Einstellungen kannst du dieses Verhalten umstellen, sodass die Aufträge im Spooler erhalten bleiben.
Wichtiger Hinweis
Nicht jeder Drucker unterstützt diese Einstellung. Prüfe daher, ob die Option bei deinem Modell verfügbar ist. Eventuell muss man die Eigenschaften als Administrator starten um sie ändern zu können.
Zuerst muss der Druckspooler für den jeweiligen Drucker eingestellt werden. Standardmäßig wird jeder Druckauftrag nach dem Drucken automatisch aus dem Spooler entfernt. Dieses Verhalten lässt sich ändern - allerdings nicht bei jedem Drucker.
Schnell zu den Druckereinstellungen und zur Druckerübersicht:
Entweder die Tastenkombination Windows-Taste + R drücken oder mit der rechten Maustaste auf das Startmenü klicken und "Ausführen" wählen. Anschließend shell:printersfolder eingeben.
Für die Einstellungen dann mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Drucker klicken, Eigenschaften auswählen und zum Register "Erweitert" wechseln.
Der Weg über die Windows-Einstellungen und "Bluetooth und Geräte" ist deutlich umständlicher.
( Bluetooth und Geräte -> Drucker auswählen -> Weitere Geräte- und Druckereinstellungen -> Drucker auswählen (!) - Druckereigenschaften oder Druckerwarteschlange auswählen)
Den Haken bei „Druckaufträge nach dem Drucken nicht löschen“ setzen.
Für den Start der Einstellungen als Administrator geht man mit der rechten Maus auf das Druckersymbol und nutzt "Als Administrator ausführen".
Was ist jetzt möglich? Die Druckaufträge werden nicht
gelöscht und verbleiben im Druckspooler.
Über die Druckeransicht kann man den Druckerspooler eines Druckes mit einem Doppelklick öffnen.(Zur Druckeransicht siehe oben)
Im Druckerspooler wählt man den Druckauftrag aus, den man erneut drucken möchte. Anschließend klickt man mit der rechten Maustaste darauf und wählt „Neu starten“. Schon beginnt der Druck erneut.
Als Alternative zur Druckerübersicht kann man sich den Drucker auch direkt als Verknüpfung auf dem Desktop anlegen. Dazu einfach den Drucker per "Drag & Drop" aus der Druckeransicht auf den Desktop ziehen. So lässt sich der Druckspooler schneller starten.
Von Zeit zu Zeit sollte man jedoch den Inhalt des Spoolers löschen, da es sonst schnell unübersichtlich wird. Dazu im Spooler unter "Datei" die Option "Alle Druckaufträge abbrechen" auswählen.
Wichtiger Hinweis: Nicht löschen, während gerade ein Ausdruck läuft.
Was macht man mit älteren PCs (Windows 10 oder älter), die sich nicht mehr aktualisieren lassen?
Ab Oktober 2025 endet der Support für Windows 10. Spätestens dann steigt das Risiko von Sicherheitslücken deutlich. Besonders kritisch wird es, wenn der Computer regelmäßig fürs Internet, Online-Banking oder Homeoffice genutzt wird.
Windows 7 / Windows 8: Keine Internetnutzung mehr! Online-Banking tabu.
Windows 10 (nach Supportende): Je mehr Internet, desto höher das Risiko.
Homeoffice? Risiko mit Arbeitgeber abklären - verschlüsselte Zugänge können unter Umständen weiter genutzt werden.
Unproblematisch sind Aufgaben ohne Internetverbindung, z. B. Schreiben, Musik hören, Filme schauen, Spiele offline spielen.
Keine privaten E-Mails mehr öffnen (Phishing-Gefahr)
Nicht wahllos durchs Web surfen (verseuchte Webseiten)
Nur große, seriöse Streaming-Dienste nutzen
Illegale Film-/Musik-Seiten meiden
Leichtgewichtige Linux-Distributionen sind ideal für ältere Hardware
Viele Windows-Programme laufen mit Wine weiter (nicht alle)
Standardmäßig enthalten: Webbrowser, E-Mail, Musik-/Videoplayer, LibreOffice
Eignet sich für E-Mail, Surfen, Social Media, Office-Arbeiten
Für Einsteiger etwas Umgewöhnung nötig, aber gut machbar
Einsatzmöglichkeiten: Datensicherung, Medien-Server für Filme und Musik
Internetzugang über Router komplett sperren → keine Sicherheitsgefahr
Gerät nur bei Bedarf einschalten
Braucht einen festen Platz und Einbindung ins Heimnetz
Es gibt Webseiten und Youtube-Kanäle, die verschiedene Tricks beschreiben, wie man Windows 11 auf einem Computer, der eigentlich nicht mehr unterstützt wird, trotzdem installieren kann. Die meisten dieser Tricks funktionieren auch.
Es gibt aber eine Kleinigkeit, die bei den meisten nicht erwähnt wird: Geht der Computer auch noch nach neuen Updates und werden in Zukunft auch alle Sicherheitspatches korrekt eingespielt?
Man kann damit auf jeden Fall etwas Zeit gewinnen.
Jeder, der seinen Computer für wichtige Arbeiten benötigt, sollte also unbedingt einen Ersatzplan für den Fall haben, dass später keine Updates mehr kommen.