Kurz-Tipp 1701D - Snipping-Tool mit einer Taste
Quick Tip 1701D – Snipping Tool with a Single Key
In Windows gibt es einen Ordner namens Temp.
Er befindet sich im Verzeichnis:
C:\Users\%user%\AppData\Local\
Dieser Ordner wird von Windows und Programmen für temporäre Dateien verwendet,
zum Beispiel:
während einer Treiberinstallation
beim Drucken
beim Download
beim Entpacken von Dateien usw.
Der Ordner kann mit unter selten Umständen recht groß werden.
Die darin enthaltenen Daten können in der Regel gelöscht werden.
(Das geht am besten automatisch. Siehe unten)
Beim Löschen kommt es jedoch vor, dass Windows einige Dateien sperrt, die dann nicht gelöscht werden können.
Zugriff auf den Ordner erhält man über die Suche mit %temp%.
Im Ordner kann man anschließend alles markieren und löschen.
Windows meldet sich, wenn bestimmte Dateien nicht gelöscht werden dürfen.
Diese Dateien dann nicht zwangsweise löschen.
Alternativ — und deutlich praktischer — ist die automatische Bereinigung durch Windows.
Diese Funktion muss jedoch manuell aktiviert werden
(seltsame Microsoft-Logik).
Automatische Bereinigung des Benutzerinhalts
Festlegen, in welchen Zyklen die Speicheroptimierung ausgeführt werden soll:
täglich
wöchentlich
monatlich
Festlegen, ab welchem Alter Dateien im Papierkorb gelöscht werden sollen:
nie
1 / 14 / 30 / 60 Tage
Ein Tag ist sehr kurz — alles, was älter als ein Tag ist, wird dann gelöscht.
Festlegen, ob Dateien die länger nicht geöffnet wurde aus dem Ordner "Downloads" gelöscht werden sollen:
nie
1 / 14 / 30 / 60 Tage
Warum bei der Speicheroptimierung die Auswahl 1 / 7 / 30 Tage
und beim Papierkorb und Downloads 1 / 14 / 30 / 60 Tage lautet,
bleibt wohl ein weiteres Geheimnis von Microsoft.
Email-Adresse prüfen! - Passwörter geklaut?
Man sollte regelmäßig prüfen, ob die eigene E-Mail-Adresse von einem bekannten Dateneinbruch eines Online-Anbieters betroffen ist. Datenlecks passieren häufiger, als man denkt - oft, ohne dass Nutzer aktiv darüber informiert werden. Über spezialisierte Webseiten lässt sich schnell feststellen, ob Zugangsdaten wie E-Mail-Adressen oder Passwörter kompromittiert wurden.
Wird ein Treffer angezeigt, sollte umgehend das Passwort geändert und - falls möglich - die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert werden. Diese einfache Kontrolle kann helfen, Identitätsdiebstahl, Account-Übernahmen und weiteren Schaden effektiv zu verhindern.
Manchmal werden bei einem Datenleck "nur" persönliche Informationen wie Wohnort, Straße oder Telefonnummer entwendet, nicht jedoch Passwörter. Das ist zwar ärgerlich, erfordert aber meist keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Es können jedoch auch sehr private oder sensible Daten betroffen sein. In solchen Fällen sollte geprüft werden, ob weitere Maßnahmen notwendig sind. Es gibt Online-Dienste die bieten eine Sicherheitsprüfung über Fragen bei der Anmeldung an (z.B. Ihre erstes Haustier). Sollten solche Daten gehackt sein können diese auch zu einem Problem werden. Wenn nötig sollten diese Sicherheitsantworten bei anderen Webseiten auch geändert werden.
Hier einige Webseiten, die eine entsprechende Prüfung anbieten:
https://sec.hpi.de/ilc/search?lang=de (Ergebnis kommt als Email)
https://leakchecker.uni-bonn.de/de/index (Ergebnis kommt als Email)
https://www.experte.de/email-check
https://breachdetective.com/
(Anmeldung erforderlich, kostenloses Konto möglich – am besten mit einer separaten E-Mail-Adresse.)
Es ist sinnvoll, mehrere dieser Dienste direkt nacheinander zu nutzen. Jeder Anbieter greift auf seinen eigenen Datenbestand zu.
Je nach Anbieter erhält man detaillierte Informationen darüber, welche Daten betroffen sind. Unabhängig davon sollte man beim jeweiligen Dienst sofort das Passwort ändern. Wer zu den Menschen gehört, die ein Passwort mehrfach verwenden (was natürlich eigentlich niemand tut 😉), sollte konsequenterweise auch alle anderen betroffenen Zugänge absichern.
Sicherheits-Hinweis: Bei keiner Webseite die eine Prüfung anbietet wird ein Passwort zusammen mit der Email-Adresse abgefragt.
Es gibt außerdem eine weitere Möglichkeit, die Sicherheit eigener Passwörter zu überprüfen: Wurde ein Passwort bereits in bekannten Leaks gefunden?
Auf der Seite
https://www.gdata.de/passwort-check
kann geprüft werden, ob ein Passwort in einem bekannten Datenleck enthalten ist. Das Ergebnis sagt jedoch nichts über ein konkretes individuelles Sicherheitsrisiko aus. Gerade bei einfachen oder häufig genutzten Passwörtern gilt: Was leicht zu erraten ist, können auch andere verwenden. Entsprechend existieren Listen mit den beliebtesten Passwörtern - an der Spitze steht fast immer "123456".
Die Befehle sfc /scannow und verschiedene DISM-Varianten (z. B. DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth) werden häufig als pauschale Problemlöser oder zur Optimierung empfohlen. Diese Tipps tauchen immer wieder in Foren und Kommentaren auf - sind aber nicht immer sinnvoll.
Wenn ein Windows-System keine Probleme zeigt, sollte man diese Befehle nicht routinemäßig ausführen. In diesem Fall gilt ganz klar: Finger weg.
Gegen eine gelegentliche Prüfung mit
DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
spricht allerdings nichts, da dieser Befehl nur prüft und nichts verändert oder repariert.
Diese Werkzeuge sind Diagnose- und Reparaturtools und sollten nur bei konkretem Anlass eingesetzt werden.
Typische Anlässe sind zum Beispiel:
Windows-Updates schlagen wiederholt fehl
Das System verhält sich instabil ohne erkennbare Ursache
Updates wurden abgebrochen (z. B. durch Neustart oder Stromausfall)
Systemfunktionen reagieren fehlerhaft
Wenn es einen Anlass gibt, sollte man immer in dieser Reihenfolge vorgehen:
DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
(prüft den Zustand)
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
(repariert erkannte Schäden)
sfc /scannow
(überprüft und repariert Windows-Systemdateien)
Als erster Schritt (bei Problemen oder gelegentlich zur Kontrolle):
DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
DISM (Deployment Image Servicing and Management) prüft hierbei nicht einzelne Dateien, sondern den Windows-Komponentenspeicher (WinSxS) - also die Basis, aus der Windows sich selbst repariert.
Das Ergebnis ist übersichtlich und eindeutig:
Keine Beschädigungen erkannt
Beschädigungen erkannt - reparierbar
Beschädigungen erkannt - nicht reparierbar
Werden Probleme gemeldet, folgt Schritt 2:
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
War dieser Schritt notwendig, sollte man abschließend immer noch ausführen:
sfc /scannow
So wird sichergestellt, dass auch die Windows-Systemdateien wieder korrekt hergestellt werden.
Diese Tools prüfen ausschließlich Windows selbst - keine Programme von Drittanbietern.
Probleme mit Anwendungen oder Spielen lassen sich damit nicht zwangsläufig beheben.
Es kann also durchaus sein dass der Fehler nicht behoben wird.
Während der Ausführung gibt DISM lange Zeit keine sichtbaren Fortschrittsmeldungen aus. Besonders typisch ist:
Anzeige bleibt minutenlang bei 20 %, 40 % oder 62,3 %
Kein Text, kein neuer Prozentwert
Fenster reagiert aber noch
Immer wieder hört man den Tipp, man solle seinen Windows-Computer durch das Defragmentieren der Festplatte(n) wieder schneller machen. Dieser Ratschlag hält sich erstaunlich hartnäckig - ist aber heute nur noch sehr eingeschränkt richtig.
Um es kurz zu machen:
Im Großen und Ganzen ist das ein sinnloser Tipp.
Jetzt die lange Fassung.
Moderne Computer verwenden in der Regel SSDs (Solid State Drives). Diese besitzen keine beweglichen Teile und profitieren nicht von einer klassischen Defragmentierung. Im Gegenteil: Unnötige Schreibvorgänge können die Lebensdauer sogar verkürzen.
Windows 10 und Windows 11 führen die notwendige Laufwerksoptimierung automatisch im Hintergrund durch.
Bei SSDs geschieht das über sogenannte TRIM-Befehle, bei klassischen HDDs gegebenenfalls über eine Defragmentierung. Manuelles Eingreifen ist normalerweise nicht erforderlich.
Das entsprechende Windows-Werkzeug lässt sich manuell starten über:
Windows-Taste + R → dfrgui
Danach erscheint eine Übersicht aller erkannten Laufwerke inklusive Statusanzeige. Diese zeigt:
ob Handlungsbedarf besteht
wann die letzte Optimierung durchgeführt wurde
Steht dort "OK", gibt es keinen Grund, weiter aktiv zu werden - und genau das ist in den meisten Fällen der Fall.
Bevor man auf "Optimieren" klickt, kann man zunächst "Analysieren" wählen.
Dabei prüft Windows den Zustand des Laufwerks und aktualisiert den Status. Auch hier lautet das Ergebnis in der Regel wieder: OK.
Unter Windows 10 und Windows 11 ist das manuelle Defragmentieren für die meisten Nutzer überflüssig. Das Betriebssystem erledigt die nötigen Aufgaben automatisch und angepasst an den jeweiligen Laufwerkstyp. Wer regelmäßig manuell optimiert, gewinnt in der Praxis meist keinen messbaren Vorteil.
Und jetzt noch zwei Ergänzungen:
Eine Besonderheit stellen externe Festplatten dar, die nur gelegentlich mit dem Computer verbunden werden - etwa für Backups oder zur Archivierung von Daten.
Solche Laufwerke werden von der automatischen Wartung von Windows nur dann optimiert, wenn sie angeschlossen sind. Sind sie über längere Zeit nicht verbunden, kann es vorkommen, dass eine geplante Optimierung schlicht ausfällt.
Das ist in der Praxis meist unproblematisch:
Externe SSDs sollten auch hier nicht manuell defragmentiert werden. Die automatische TRIM-Optimierung erfolgt beim nächsten Anschluss, sofern das Laufwerk dies unterstützt.
Externe HDDs können bei sehr vielen Schreib- und Löschvorgängen theoretisch fragmentieren. Eine gelegentliche manuelle Analyse über das Windows-Tool ist hier ausreichend.
Empfehlung:
Wird eine externe HDD regelmäßig genutzt und häufig beschrieben, kann man sie bei Bedarf manuell analysieren und optimieren. Für reine Backup- oder Archivlaufwerke ist selbst das meist nicht notwendig.
Prüfen der Einstellungen
Unten in dem Tool stehen die Einstellungen für die geplanten Optimierungen.
Checkliste:
Interne SSD (SATA oder NVMe)
- Nicht defragmentieren
- Windows-Optimierung (TRIM) aktiviert lassen
Interne HDD (klassische Festplatte)
- Automatische Optimierung durch Windows ausreichend
- Manuelles Defragmentieren nur selten nötig
Externe SSD
- Nicht defragmentieren
- Optimierung erfolgt beim Anschließen automatisch
Externe HDD (gelegentlich angeschlossen)
- Optional analysieren
- Nur optimieren, wenn Windows Handlungsbedarf meldet
Status im Tool „dfrgui“ = OK
- Nichts tun
„Optimieren“ ohne vorherige Analyse
- Nicht empfohlen
Shortcuts (Tastenkombinationen) zum schnellen Starten von Anwendungen
Ich bin ein großer Fan des Startmenüs von Windows. Damit habe ich immer schnellen Zugriff auf alle wichtigen Anwendungen, die ich im Laufe des Tages benötige – mit zwei Klicks am Ziel: Windows-Symbol und Anwendung.
Über Einstellungen (Personalisierung → Start) kann man sich die Ansicht noch etwas anpassen. Ich bevorzuge hier „Mehr angeheftete Elemente“. So findet jeder seinen besten Weg.
Jetzt habe ich aber etwas Neues, sehr Praktisches gefunden. Okay, neu ist es eigentlich nicht – aber entdeckt habe ich es erst jetzt. (Danke an das große Internet 😊)
Windows ermöglicht es, Verknüpfungen auf dem Desktop mit Shortcuts (Tastenkombinationen) zu versehen. Man kann also eine Tastenkombination direkt mit einer Anwendung verknüpfen und diese dann unmittelbar starten.
Drückt man jetzt eine Taste, wird diese automatisch mit „STRG + ALT +“ ergänzt.
Diese Auswahl bestätigt man anschließend mit „OK“. (Eventuell meckert Windows wegen fehlender Administratorrechte. In der Regel muss man das nur bestätigen. Sollte man diese Rechte nicht haben, muss man den zuständigen PC-Chef fragen 😀)
Ab dann kann man mit STRG + ALT + gewählter Taste die Anwendung direkt starten – in der Regel auch aus jeder anderen Anwendung heraus, außer die Tastenkombination ist bereits anderweitig vergeben.