Kurz-Tipp Nr. 14425
Der Rechner in Windows -kann viel umrechnen: Währung - Gewichte - Länge u.v.m
In Windows gibt es einen Ordner namens Temp.
Er befindet sich im Verzeichnis:
C:\Users\%user%\AppData\Local\
Dieser Ordner wird von Windows und Programmen für temporäre Dateien verwendet,
zum Beispiel:
während einer Treiberinstallation
beim Drucken
beim Download
beim Entpacken von Dateien usw.
Der Ordner kann mit unter selten Umständen recht groß werden.
Die darin enthaltenen Daten können in der Regel gelöscht werden.
(Das geht am besten automatisch. Siehe unten)
Beim Löschen kommt es jedoch vor, dass Windows einige Dateien sperrt, die dann nicht gelöscht werden können.
Zugriff auf den Ordner erhält man über die Suche mit %temp%.
Im Ordner kann man anschließend alles markieren und löschen.
Windows meldet sich, wenn bestimmte Dateien nicht gelöscht werden dürfen.
Diese Dateien dann nicht zwangsweise löschen.
Alternativ — und deutlich praktischer — ist die automatische Bereinigung durch Windows.
Diese Funktion muss jedoch manuell aktiviert werden
(seltsame Microsoft-Logik).
Automatische Bereinigung des Benutzerinhalts
Festlegen, in welchen Zyklen die Speicheroptimierung ausgeführt werden soll:
täglich
wöchentlich
monatlich
Festlegen, ab welchem Alter Dateien im Papierkorb gelöscht werden sollen:
nie
1 / 14 / 30 / 60 Tage
Ein Tag ist sehr kurz — alles, was älter als ein Tag ist, wird dann gelöscht.
Festlegen, ob Dateien die länger nicht geöffnet wurde aus dem Ordner "Downloads" gelöscht werden sollen:
nie
1 / 14 / 30 / 60 Tage
Warum bei der Speicheroptimierung die Auswahl 1 / 7 / 30 Tage
und beim Papierkorb und Downloads 1 / 14 / 30 / 60 Tage lautet,
bleibt wohl ein weiteres Geheimnis von Microsoft.
Email-Adresse prüfen! - Passwörter geklaut?
Man sollte regelmäßig prüfen, ob die eigene E-Mail-Adresse von einem bekannten Dateneinbruch eines Online-Anbieters betroffen ist. Datenlecks passieren häufiger, als man denkt - oft, ohne dass Nutzer aktiv darüber informiert werden. Über spezialisierte Webseiten lässt sich schnell feststellen, ob Zugangsdaten wie E-Mail-Adressen oder Passwörter kompromittiert wurden.
Wird ein Treffer angezeigt, sollte umgehend das Passwort geändert und - falls möglich - die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert werden. Diese einfache Kontrolle kann helfen, Identitätsdiebstahl, Account-Übernahmen und weiteren Schaden effektiv zu verhindern.
Manchmal werden bei einem Datenleck "nur" persönliche Informationen wie Wohnort, Straße oder Telefonnummer entwendet, nicht jedoch Passwörter. Das ist zwar ärgerlich, erfordert aber meist keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Es können jedoch auch sehr private oder sensible Daten betroffen sein. In solchen Fällen sollte geprüft werden, ob weitere Maßnahmen notwendig sind. Es gibt Online-Dienste die bieten eine Sicherheitsprüfung über Fragen bei der Anmeldung an (z.B. Ihre erstes Haustier). Sollten solche Daten gehackt sein können diese auch zu einem Problem werden. Wenn nötig sollten diese Sicherheitsantworten bei anderen Webseiten auch geändert werden.
Hier einige Webseiten, die eine entsprechende Prüfung anbieten:
https://sec.hpi.de/ilc/search?lang=de (Ergebnis kommt als Email)
https://leakchecker.uni-bonn.de/de/index (Ergebnis kommt als Email)
https://www.experte.de/email-check
https://breachdetective.com/
(Anmeldung erforderlich, kostenloses Konto möglich – am besten mit einer separaten E-Mail-Adresse.)
Es ist sinnvoll, mehrere dieser Dienste direkt nacheinander zu nutzen. Jeder Anbieter greift auf seinen eigenen Datenbestand zu.
Je nach Anbieter erhält man detaillierte Informationen darüber, welche Daten betroffen sind. Unabhängig davon sollte man beim jeweiligen Dienst sofort das Passwort ändern. Wer zu den Menschen gehört, die ein Passwort mehrfach verwenden (was natürlich eigentlich niemand tut 😉), sollte konsequenterweise auch alle anderen betroffenen Zugänge absichern.
Sicherheits-Hinweis: Bei keiner Webseite die eine Prüfung anbietet wird ein Passwort zusammen mit der Email-Adresse abgefragt.
Es gibt außerdem eine weitere Möglichkeit, die Sicherheit eigener Passwörter zu überprüfen: Wurde ein Passwort bereits in bekannten Leaks gefunden?
Auf der Seite
https://www.gdata.de/passwort-check
kann geprüft werden, ob ein Passwort in einem bekannten Datenleck enthalten ist. Das Ergebnis sagt jedoch nichts über ein konkretes individuelles Sicherheitsrisiko aus. Gerade bei einfachen oder häufig genutzten Passwörtern gilt: Was leicht zu erraten ist, können auch andere verwenden. Entsprechend existieren Listen mit den beliebtesten Passwörtern - an der Spitze steht fast immer "123456".
Die Befehle sfc /scannow und verschiedene DISM-Varianten (z. B. DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth) werden häufig als pauschale Problemlöser oder zur Optimierung empfohlen. Diese Tipps tauchen immer wieder in Foren und Kommentaren auf - sind aber nicht immer sinnvoll.
Wenn ein Windows-System keine Probleme zeigt, sollte man diese Befehle nicht routinemäßig ausführen. In diesem Fall gilt ganz klar: Finger weg.
Gegen eine gelegentliche Prüfung mit
DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
spricht allerdings nichts, da dieser Befehl nur prüft und nichts verändert oder repariert.
Diese Werkzeuge sind Diagnose- und Reparaturtools und sollten nur bei konkretem Anlass eingesetzt werden.
Typische Anlässe sind zum Beispiel:
Windows-Updates schlagen wiederholt fehl
Das System verhält sich instabil ohne erkennbare Ursache
Updates wurden abgebrochen (z. B. durch Neustart oder Stromausfall)
Systemfunktionen reagieren fehlerhaft
Wenn es einen Anlass gibt, sollte man immer in dieser Reihenfolge vorgehen:
DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
(prüft den Zustand)
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
(repariert erkannte Schäden)
sfc /scannow
(überprüft und repariert Windows-Systemdateien)
Als erster Schritt (bei Problemen oder gelegentlich zur Kontrolle):
DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
DISM (Deployment Image Servicing and Management) prüft hierbei nicht einzelne Dateien, sondern den Windows-Komponentenspeicher (WinSxS) - also die Basis, aus der Windows sich selbst repariert.
Das Ergebnis ist übersichtlich und eindeutig:
Keine Beschädigungen erkannt
Beschädigungen erkannt - reparierbar
Beschädigungen erkannt - nicht reparierbar
Werden Probleme gemeldet, folgt Schritt 2:
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
War dieser Schritt notwendig, sollte man abschließend immer noch ausführen:
sfc /scannow
So wird sichergestellt, dass auch die Windows-Systemdateien wieder korrekt hergestellt werden.
Diese Tools prüfen ausschließlich Windows selbst - keine Programme von Drittanbietern.
Probleme mit Anwendungen oder Spielen lassen sich damit nicht zwangsläufig beheben.
Es kann also durchaus sein dass der Fehler nicht behoben wird.
Während der Ausführung gibt DISM lange Zeit keine sichtbaren Fortschrittsmeldungen aus. Besonders typisch ist:
Anzeige bleibt minutenlang bei 20 %, 40 % oder 62,3 %
Kein Text, kein neuer Prozentwert
Fenster reagiert aber noch